Barbara Kirsch - Schleswig-Holstein und Japan

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Barbara Kirsch

1955-1994
Barbara Kirsch ist eine Malerin aus Schleswig-Holstein mit vielseitiger internationaler Erfahrung, die über vier Jahre ihres Lebens in Japan verbracht hat.
Barbara Kirsch ist im Jahr 1961 in Kiel geboren. Während der Schulzeit ging  sie 1977 mit ihrem Vater für ein Jahr nach Marokko und besuchte dort die amerikanische Schule. Nach ihrer Rückkehr begann sie 1983 ein Studium der freien Kunst bei den Professoren Harald Duwe und Peter Nagel an der Muthesius-Fachhochschule für Gestaltung in Kiel. Zusätzlich studierte Frau Kirsch ab 1983 Graphik bei Prof. Fritz Bauer. Ihr Schwerpunkt war gegenstandsbezogene Ölmalerei. Im Jahr 1991 beendete sie das Studium mit dem Diplom als freischaffende Malerin.
Seit 1991 führte Barbara Kirsch zahlreiche Kunstprojekte im Inland und im Ausland durch, so z. B. in den USA, in Südkorea, Russland und immer wieder in Japan. In den Jahren von 1992 bis 2000 arbeitete sie mit Unterbrechungen vier Jahre in Japan. Seit dem Jahr 2000 hatte Frau Kirsch Lehraufträge an der Muthesius-Kunsthochschule, war als Dozentin für Malerei insbesondere in der Erwachsenenbildung tätig und übernahm die Leitung der Ölmalklassen an der Kunsthalle Kiel. Die lange Reihe ihrer Ausstellungen kann man auf ihrer Website www.barbarakirsch.de nachlesen.
Ihre erste Berührung mit Japan hatte Barbara Kirsch im Jahr 1991, als sie bei einem Künstlersymposium der inzwischen weltbekannten Künstlergruppe Yatoo in dem heimatort der Gruppe Konju in Südkorea koreanische und japanische Künstler traf. Dort knüpfte sie Kontakte, die sie im Jahr 1992 nach Japan führten, wo sie weitere  japanische Künstler und Galeristen kennenlernte, darunter auch den Inhaber der Galerie "Concept Space" in Shibukawa.
Da sich Frau Kirsch seit vielen Jahren für asiatische und insbesondere japanische Kunst und Kultur interessierte und stark durch die Philosophie des Buddhismus geprägt war, waren ein Besuch im Land ihrer Sehnsucht und der Wunsch, dort zu arbeiten, nur eine Frage der Zeit. In den beiden Städten Takasaki und Shibukawa in der Präfektur Gunma hatte sie im Jahr 1993 ihre ersten Ausstellungen in Japan.
Das Foto zeigt Barbara Kirsch und die Kostümdesignerin Hiromo Utsui (links), mit der sie eine langjährige Freundschaft verbindet; rechts eine Freundin von Frau Utsui.
An diese ersten Berührungen mit Japan schlossen sich in schneller Reihenfolge weitere Besuche und Ausstellungen 1994 und 1996 in Shibukawa an, 1998 und 1999 folgten weitere Ausstellungen in Gale-rien in Tokyo, jeweils verbunden mit längeren Aufenthalten im Lande. Außerdem nahm Frau Kirsch im Jahr 2000 an zwei Gruppenausstel-lungen in Tokyo teil. Insgesamt summierten sich ihre Japanaufenthalte auf über vier Jahre, und so war es ihr möglich, sich problemlos in Japanisch zu unterhalten.
 
Den ursprünglichen Wunsch, in Japan für längere Zeit zu leben, gab sie nach reiflicher Überlegung auf und entschied sich für einen konsequenten Neubeginn in Deutschland.
Seit dem Jahr 2000 besuchte Frau Kirsch mehrfach Japan aus privaten Gründen, also um das Land und seine Regionen und die Menschen noch besser kennenzulernen, aber auch um an Ausstellungen teilzunehmen. So gehörte sie zu den wenigen europäischen Künstlern, die zusammen mit zahlreichen japanischen Künstlern/innen an der „Abiko Open-Air Art Exhibition“ im Oktober 2011  in der kleinen Stadt Abiko in der Präfektur Chiba nördlich von Tokyo teilgenommen haben. Ihre bisher letzte Japanreise war eine Urlaubsreise im August 2016.
Im Jahr 2010 erhielt Barbara Kirsch  die Gelegenheit, in der Kunsthalle Kiel Ferienkurse in Manga-Zeichnen anzubieten. Manga und Anime faszinierten sie schon vorher seit vielen Jahren privat  vor allem als künstlerisches und gesellschaftliches Phänomen. In ihrem Unterricht versteht sich Barbara Kirsch als „Netzwerkerin“ für die Vielfalt, Qualität und kulturelle Tiefe der verschiedenen Formen von Manga und Anime. In diesem Sinne unterrichtet sie regelmäßig die Grundlagen des Manga-Zeichnens. Daher stand ein Besuch des Manga-Museums in Kyoto (www.kyotomm.jp/english), in dem sich die Universität Kyoto um die Erforschung des Phänomens Manga bemüht, ganz oben auf ihrem Besuchsprogramm im August 2016.
Das Foto oben zeigt ein nächtliches Straßenbild in Tokyo in der Nähe des Kabuki-Theaters Kabukicho.
 

Nach ihrer Rückkehr aus Japan beteiligte sich Barbara Kirsch an einer Ausstellung in der Literatur-Galerie 64 in Eutin. In einem Artikel in den Lübecker Nachrichten schrieb der Rezensent anlässlich der Vernissage am 16.10.2016: Die Kielerin Barbara Kirsch zeigt Menschen im städtischen Umfeld. Einen vierjährigen Aufenthalt in Japan und Tokio hat sie ebenso verarbeitet wie Berlin-Besuche oder Eindrücke aus Kiel. Menschen in Bewe-gung, das ist Barbara Kirschs Thema. Vor allem Japan habe sie künstlerisch geprägt, sie Reduktionen gelehrt und mit "Leere umzugehen".
(Bild aus den Lübecker Nachrichten vom 12.10.216)
zuletzt aktualisiert am 15. Oktober 2017
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