Gesine Foljanty-Jost - Schleswig-Holstein und Japan

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Gesine Foljanty-Jost

1955-1994
Frau Prof. Dr. Gesine Foljanty-Jost ist eine international anerkannte Japanologin und Politikwissenschaftlerin. Sie hat ab 1992 die Japanologie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg aufgebaut und damit zum ersten Mal nach der Wiedervereinigung an einer Hochschule in den neuen Bundesländern das Fach etabliert.
Gesine Foljanty-Jost ist am 10. April 1952 in Lauenburg/Elbe geboren. Nach dem Schulbesuch in Geesthacht und Kiel hat sie in Koblenz das Abitur gemacht. Im Jahr 1970 begann sie ein Studium der Politikwissenschaften, Soziologie und Japanologie an der Universität in Bonn. Die ersten direkten Berührungen mit Japan hatte Frau Foljanty-Jost im Jahr 1973; sie ging für ein Jahr an die Staatliche Universität Tokyo (Tôdai), um ihre Sprach-kenntnisse zu vervollständigen und ihre Magisterarbeit vorzubereiten.
Nach der Rückkehr setzte sie das Studium an der Freien Universität Berlin fort, wo sie im Jahr 1975 mit dem „M.A.“ in den genannten Fächern das Studium beendete. Mit einem DAAD-Stipendium und einem Promotions-stipendium des japanischen Kultusministeriums war sie 1977/78 wieder in Tokyo. Einige  Jahre war Frau Foljanty-Jost  wissenschaftliche Assistentin am Ostasiatischen Se-minar der Freien Universität Berlin im Bereich Japano-logie.
Im Jahr 1984 kehrte sie  zu einem zweijährigen Forschungsaufenthalt als Gastwissenschaftlerin am Sozialwissenschaftlichen Forschungsinstitut an die Staatliche Universität Tokyo (Todai) zurück. In Berlin wurde sie im Jahr 1986 zum Dr. phil. promoviert. Nach einer Vertretungsprofessur an der Universität Trier  erhielt Frau Dr. Foljanty-Jost 1992 einen Ruf an die Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg zur Gründung des Faches Japanologie. Die einzelnen Stationen des akademischen Werdeganges von Frau Prof. Foljanty-Jost und ihre Forschungsschwerpunkte und wissenschaftlichen Aktivitäten findet man auf der Website www.politik.uni-halle.de/foljanty-jost.
 
Seit ihrem Ruf nach Halle brachte Frau Prof. Foljanty-Jost mehrere Partnerschaften mit japanischen Universitäten auf den Weg, 1996 mit der Senshu-University in Tokyo, 2007 mit der Staatlichen Universität Tokyo (Tôdai), 2008 mit der Waseda-University, 2011 mit der Dokkyo-University und 2012 mit der Tsukuba-University.
Ab 2003 organisierte und leitete Frau Prof. Foljanty-Jost eine Reihe von Deutsch-Japanischen Sommerschulen, so die ökologische Sommerschule mit japanischen und deutschen Studentinnen und Studenten an der Universität in Nagasaki 2003 und eine Sommerschule zu Fragen der Erinnerungskulturen in Deutschland und Japan mit der Universität Tokyo 2005. Diese zahlreichen Kontakte mit japanischen Universitäten und die vielfältigen Forschungsprojekte mit und über Japan waren natürlich mit ständigen Reisen nach Japan verbunden. Außerdem folgte Frau Prof. Foljanty-Jost den Einladungen mehrerer Universitäten als Gastprofessorin, so war sie 1996 an der Niigata University, 1997 an der Nagoya University, 1999 an der Universität Tokyo, 2006 an der Waseda University und 2010 wieder an der Universität Tokyo. Natürlich ist sie Mitglied in allen wichtigen Institutionen, die sich der deutsch-japanischen wissenschaftlichen Zusammenarbeit widmen, wie der Gesellschaft für Japanstudien e.V. und der Vereinigung für sozialwissenschaftliche Japanforschung e.V.  Sie ist zudem Mitglied im Stiftungsrat des Japanisch-Deutschen Zentrums Berlin sowie im Japanisch-Deutschen Forum.
Frau Prof. Dr. Foljanty-Jost lebt in Halle. Im Jahr 2014 wurde ihr vom japanischen Kaiser durch den japanischen Botschafter Takeshi Nakane der „Orden der Aufgehenden Sonne, Goldene Strahlen am Band“ verliehen, 2015 ehrte die Deutsche Forschungsgemeinschaft die Japanologin für ihr wissenschaftliches Werk mit dem renommierten Eugen und Ilse Seibold-Preis, und im Jahr 2016 verlieh ihr der Bundespräsident durch den Ministerpräsidenten von Sachsen-Anhalt Dr. Reiner Haseloff das Bundesverdienst- kreuz am Bande.
Frau Prof. Dr. Gesine Foljanty-Jost war Gründungsmitglied der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Halle/Saalkreis im Jahr 1995 und bis 1998 deren Präsidentin; seit 2010 ist Frau Prof. Dr. Gesine Foljanty-Jost Ehrenpräsidentin der Gesellschaft.  

zuletzt aktualisiert am 15. Oktober 2017
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