Hartmut Göbel - Schleswig-Holstein und Japan

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Hartmut Göbel

1995-2005
Prof. Dr. med. Dipl. Psych. Hartmut Göbel ist ärztlicher Direktor und Geschäftsführer der Schmerzklinik Kiel. Seit 2011 entwickelt sich das Behandlungskonzept der Schmerzklinik zum „Exportschlager“ nach Japan. 
Hartmut Göbel wurde am 22. Dezember 1957 in Würzburg geboren. Nach dem Schulbesuch in Würzburg studierte Göbel ab 1978 Psychologie an den Universitäten Bamberg, Regensburg und Würzburg. Von 1979 bis 1986 studierte er im Doppelstudium Humanmedizin an den Universitäten in München und Würzburg, wo er mit einer Arbeit über die Psychophysik des Schmerzes zum Dr. med. promoviert wurde. 
Nach einer Tätigkeit als wissenschaftlicher Assistent an der Universität Ulm kam Göbel  nach Kiel, erst ebenfalls als wissen-schaftlicher Assistent und ab 1992 als Oberarzt an der Klinik für Neurologie der Universität Kiel. 1992 habilitierte sich Göbel mit einer Arbeit zur experimentellen und klinischen Schmerzmessung und wurde 1999 zum außerplanmäßigen Professor ernannt. Im Jahr 1997 gründete Prof. Göbel die Schmerzklinik Kiel als Klinik für neurologisch-verhaltensmedizinische Schmerztherapie. Eine ausführliche Darstellung seines vielseitigen Wirkens, seiner Auszeichnungen und Publikationen findet man bei Wikipedia.
Erste Berührung mit Japan hatte Prof. Göbel im Dezember 2002, als eine Arbeitsgruppe der „Internationalen Kopf-schmerz-Gesellschaft“ (International Headache Society – IHS) in der Schmerzklinik in Kiel tagte. An diesem Treffen nahm auch Prof. Fumihiko Sakai, der Präsident der japanischen Kopfschmerz-Gesellschaft, teil.  Im März 2009 besuchte Prof. Sakai, inzwischen Präsident der Japanischen Neurologischen Gesellschaft und Präsident der Asiatischen Kopfschmerz-Gesellschaft, erneut Kiel und seinen Kollegen Prof. Göbel.
Im Jahr 2011 nahm Sakai, inzwischen Präsident der „International Headache Society“, erneut Kontakt mit Prof. Göbel auf, um sich ausführlicher über die Kieler Erfahrungen zu informieren, denn in Japan gab es bisher nur wenige spezialisierte Einrichtungen zur Behandlung von Kopfschmerzen und Migräne, und im Jahr 2012 kam Sakai mit einigen Kollegen nach Kiel, um eine Zusammenarbeit auf den Weg zu bringen.
Prof. Göbel erhielt eine Einladung zum 40. Kongress der japanischen Kopfschmerz-Gesellschaft und flog im November 2012 nach Tokyo, um in drei Vorträgen sein „Kieler Konzept“ und das von ihm initiierte bundesweite Kopfschmerz-Behandlungsnetz vorzustellen. Die japanischen Gesprächs-partner zeigten besonderes Interesse an diesem Konzept, das ein Vorbild für eine vergleichbare japanische Einrichtung werden könnte.
Im März 2013 flog Prof. Göbel erneut nach Japan, um in Tokyo an einem internationalen Treffen von Kopfschmerz-Experten teilzunehmen. Seitdem sind die gemeinsamen Arbeiten an der internationalen Kopfschmerz-Klassifikation unter Einbeziehung von China im Rahmen der Asiatischen Kopfschmerzgesellschaft und der International Headache Masterschool in Tokyo und Peking fortgesetzt worden.
Am 5. Oktober 2016 stellte Prof. Göbel in Kiel die „Migräne-App“ vor, eine kostenlose Hilfe durch das Smartphone bei Kopfschmerzen aller Art, die in der Kieler Schmerzklinik zu-sammen mit dem bundesweiten Migräne- und Selbsthilfe-netzwerk „Headbook“ und einer gesetzlichen Krankenkasse entwickelt worden ist. Vielleicht wird die App nicht nur hier, sondern weltweit und auch auf dem japanischen Markt ein Erfolg.
zuletzt aktualisiert am 15. Oktober 2017
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