Rudolf und Gertraud Blitz - Schleswig-Holstein und Japan

Direkt zum Seiteninhalt

Hauptmenü:

Rudolf und Gertraud Blitz

1955-1994
Das Ehepaar Rudolf und Gertraud Blitz hat mit seinen beiden Kindern von 1973 bis 1977 in Kobe gelebt und gearbeitet, viele Bekannte und Freunde gehabt und  das Leben in Japan kennengelernt.
 
 
Rudolf Blitz ist am 22. November 1937 in Kiel geboren. Nach dem Abitur an der Hebbelschule in Kiel hat er in Kiel Pharmazie studiert. Nach dem Staatsexamen 1964 und der Promotion zum Dr. rer. nat. im Jahre 1969 hat er ein Studium der Lebensmittelchemie angeschlossen.
Gertraud Blitz wurde in Chemnitz geboren und hat nach der Schule in Kiel ein Studium für das Lehramt absolviert. Zunächst unterrichtete sie an einer zwei-klassigen Dorfschule in Stafstedt in Schleswig-Holstein, später dann an einer Kieler Schule.
Im Jahr 1964 haben sie geheiratet und 1970 zogen sie nach Bielefeld.
Dr. Blitz fand eine Anstellung in der Krebsforschungs-abteilung  einer pharmazeutischen Firma in Bielefeld, die mit neu entwickelten Krebsmitteln auf den Welt-markt strebte. Nach ersten Orientierungen in Richtung Südafrika und Mittelamerika wurde Dr. Blitz nach Japan geschickt, um den japanischen Markt, aber auch andere Märkte in Südostasien zu erschließen. Im Jahr 1973 reiste das Ehepaar Blitz mit seinen beiden Kindern  nach Japan.
Vor der Übersiedelung nach Japan hatte die Familie Blitz das Glück, einen Japaner in Bielefeld als Japanischlehrer engagieren zu können. Er vermittelte einige Kenntnisse über „Land und Leute" und lehrte die Anfänge der japanischen Sprache mit Kanji, Hiragana und Katakana.
Für vier Jahre wurde die Stadt Kobe in der Präfektur Hyogo Lebensmittelpunkt der Familie.  Kobe wurde  ausgewählt, weil es dort eine deutsche Schule gab, an der Frau Blitz schnell eine Anstellung als Lehrerin fand und die beiden Kinder  diese Schule besuchen konnten; zudem entsprachen die Lehrpläne  denen aus Bielefeld. In Kobe/Osaka arbeitete außerdem schon ein Kaufmann für die Bielefelder Firma, und Dr. Blitz war als Wissenschaftler zur Unterstützung entsandt worden. Mit wissenschaftlichen Vorträgen an Universitäten, Diskussionen in toxikologischen und pharmakologischen Instituten und mit Klinik- und Firmenbesuchen erreichte er, dass die von ihm vertretenen Produkte vor allem in Japan, aber auch in Hongkong, Korea, Taiwan, Thailand und Singapur auf den Markt  kamen. In gleicher Weise bemühte er sich, durch „cross licensing“ japanische Produkte für den deutschen und europäischen Markt „einzutauschen“.
Natürlich vertieften Herr und Frau Blitz ihre japanischen Sprach-kenntnisse, und bald waren sie in der Lage, sich frei und ohne Probleme in das japanische Leben einzugliedern und auch auf Urlaubsreisen „auf eigene Faust“ das Land zu erkunden. Im Jahr 1977 kehrte die Familie Blitz nach Deutschland zurück, da das gesteckte Aufgabenziel erreicht war. Zunächst wieder nach Bielefeld; hier bot man Dr. Blitz an, das Aufgaben-gebiet aus  Fern-Ost weltweit zu übernehmen; er hatte aber  für seine be-rufliche Zukunft andere Pläne.
Während seines Studiums hatte Rudolf Blitz als Student in der Königlich-privilegierten Apotheke in Nortorf in Schleswig-Holstein häufig die Chef-Vertretung übernommen. Die Kontakte zum damaligen Besitzer wurden weiter gepflegt, und als der Apotheker aus Altersgründen ausscheiden wollte, übernahm Dr. Blitz im Jahr 1980 die Apotheke und zog nach Nortorf.
Am 1. März 1991 gründete das Ehepaar Blitz in Nortorf ein Kurzzeit-pflegeheim, das 1994 als „Kurz- und Langzeitpflege Dr. R. Blitz GmbH“ in einem neuen Gebäude auf 44 Pflegeplätze erweitert wurde. Im Mai 2008 gaben Herr und Frau Blitz das Pflegeheim in jüngere Hände. Die Apotheke wurde im Juli 2004 geschlossen.
Nach ihrer Rückkehr schlossen sich Herr und Frau Blitz für einige Jahre der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Schleswig-Holstein an und nahmen auch zeitweise an den angebotenen Sprachkursen teil, bis die berufliche Belastung zu stark wurde.  Das hat sie bisher auch daran gehindert, wieder einmal ihre „japanische Heimat“ in Kobe zu besuchen. Aber sie haben noch immer regelmäßige Kontakte zu ehemaligen Geschäftspartnern, die im Laufe der Jahre zu Freunden geworden sind und hin und wieder nach Nortorf zu Besuch kommen.
zuletzt aktualisiert am 15. Oktober 2017
Zurück zum Seiteninhalt | Zurück zum Hauptmenü