Über mich - Schleswig-Holstein und Japan

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Über mich

Über mich und meine Berührungen mit Japan
Nach dem Studium der Volkswirtschaft in Kiel und nach der Promotion wurde ich 1965 wissenschaftlicher Mitarbeiter im Institut für Weltwirtschaft an der Universität Kiel für die Fachgebiete "Internationale Geld- und Währungspolitik" und "Japan"; das war meine erste Berührung mit Japan.  Im Jahr 1966 vereinbarte das Kieler Institut ein gemeinsames Forschungsprojekt mit einem japanischen Wirtschaftsforschungsinstitut in Tokyo. Das "Japan Economic Research Institute" wurde von der privaten Wirtschaft betrieben. Bereits in Sommer 1966 kam ein Mitarbeiter des Instituts nach Kiel, und 1967 ging ich für sechs Monate an sein Institut in Tokyo. Unser gemeinsames Forschungsthema war "Die Bedeutung des Auslandskapitals für die deutsche/japanische Wirtschaft". Mein Bericht wurde mit dem Thema "Die Liberalisierung der Kapitalimporte in Japan" 1969 in der Zeitschrift des Instituts für Weltwirtschaft "Weltwirtschaftliches Archiv" veröffentlicht. 

Während meines Japanaufenthaltes hatte ich auf kleineren und größeren Reisen Gelegenheit, Japan etwas kennenzulernen. So kam ich bis nach Hokkaido, auf die Insel Sado in der Japan-See und auch nach Hiroshima und Nagasaki. Ergebnisse dieser Reisen waren einige kleine Broschüren im Auftrag des Deutsch-Japanischen Wirtschaftsbüros Hamburg über die Regionen Japans, die erste Zusammenstellung über Kapital-beteiligungen und Lizenzvergaben deutscher Firmen in Japan und eine Broschüre mit dem Titel "Kapitalliberalisierung Japan". 

Im August 1970 wechselte ich vom Institut für Weltwirtschaft in das Wirtschafts-ministerium des Landes Schleswig-Holstein. Nach einigen Aufgaben im Bereich der Verkehrspolitik und der Mittelstandsförderung wurde mir 1981 die Leitung des Referats Außenwirtschaftspolitik übertragen,  mit der Aufgabe, eine Außenwirtschaftskonzeption für Schleswig-Holstein und das dazugehörige Förderinstrumentarium zu entwickeln. Bereits 1984 hatte ich meine zweite direkte Berührung mit Japan. Schleswig-Holstein beteiligte sich wie alle Bundesländer an der ersten deutschen Leistungsschau in Japan, die vom 23. April bis zum 6. Mai 1984 auf dem Harumi-Messegelände im Hafen von Tokyo stattfand. Ich bereitete die schleswig-holsteinische Beteiligung vor und betreute unseren Stand während der Messe. 

Ebenfalls 1984 wurde ich nach längerer Mitgliedschaft in der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Schleswig-Holstein zum Vorsitzenden gewählt. Dieses Ehrenamt gab ich nach 30 Jahren im Juni 2014 ab. 

Meine dritte direkte Berührung mit Japan hatte ich im Jahr 1989, und zwar mit einer privaten Urlaubsreise mit meiner Frau. Zusammen mit einem befreundeten japanischen Ehepaar feierten
wir unsere Silberhochzeit in einem japanischen Restaurant in Kyoto.

In den Jahren 1990 und 1993 organisierte und begleitete ich offizielle Delegationsreisen des Kieler Wirtschaftsministeriums nach Japan zur Kontaktpflege mit den Muttergesellschaften japanischer Firmen in Schleswig-Holstein und zur Suche nach neuen Investoren. Im Jahr 1995 fand eine große Delegationsreise nach Südostasien unter der Leitung der Ministerpräsidenten Heide Simonis, begleitet von Wirtschaftsminister Peer Steinbrück, statt. Primäres Ziel in Japan war die Anknüpfung partnerschaftlicher Beziehungen mit der Präfektur Hyogo. Unsere fast 40köpfige Unternehmerdelegtion war der erste offizielle Besuch aus dem Ausland nach dem großen Erdbeben in Kobe am 17. Januar 1995. An diese Kontaktaufnahme schlossen sich fast jährliche Reisen nach Kobe an, und ebenso besuchten Delegationen aus Hyogo Schleswig-Holstein. Meine letzte dienstliche Reise nach Kobe war im Jahr 2000, wiederum unter der Leitung von Ministerpräsidentin Heide Simonis, um dort mit einer Expertendelegation den Gesundheitsstandort Schleswig-Holstein vorzustellen.                                                                                                                                                                                                                                                                                        
Die auf den Delegationsreisen nach Japan und in andere Länder Südostasiens gesammelten praktischen Erfahrungen habe ich in zwei Büchern festgehalten:
- Japan - Wegweiser zur Erschließung des japanischen Marktes für mittelständische Unternehmen, R. Oldenbourg
  Verlag 
1995
- Asiens Märkte erfolgreich erschließen - Ein Leitfaden für die mittelständische Wirtschaft, Springer Verlag 1998.

Im Februar 2003 schied ich nach Erreichen der Altersgrenze aus dem Dienst der Landesregierung Schleswig-Holstein aus. Im Juni 2003 wurde mir in einer Feierstunde in der Residenz des japanischen Generalkonsuls in Hamburg von Generalkonsul Hiroshi Sakurai der kaiserliche  "Orden vom Heiligen Schatz Goldene Strahlen, am Band" verliehen. Die nach der Pensionierung gewonnene Freizeit nutzte ich, um das oben erwähnte Buch "Schleswig-Holstein und Japan - von den Anfängen bis zur Gegenwart" zu schreiben. Außerdem schrieb ich in zwei Broschüren die Geschichte der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Schleswig-Holstein von der Gründung im Jahr 1955 bis zu meinem Ausscheiden aus dem Vorstand 2014; beide Schriften sind 2005 und 2015 im Selbstverlag erschienen. Ebenfalls im Selbstverlag zeichnete ich im Nachgang zu der Ausstellung Alle Menschen werden Brüder -   Deutsche Kriegsgefangene in Japan 1914 bis 1920, die im Mai 2011 in Kiel gezeigt wurde, das Leben einiger Soldaten aus Schleswig-Holstein in japanischer Kriegsgefangenschaft nach; Titel der Broschüre:  Wie kamen schleswig-holsteinische Soldaten in japanische Kriegsgefangenschaft 1914 bis 1920Im Mai 2014 erschien im IUDICIUM Verlag meine  Broschüre über das Leben des norddeutschen Kaufmanns Arthur Richard Weber, der  als erster Europäer in der Hafenstadt Niigata eine Handelsniederlassung gründete; Titel: Arthur Richard Weber - Ein norddeutscher Kaufmann in Japan zur Zeit der Meiji-Restauration. Diese Broschüre schrieb ich zusammen mit meinem Partner Masatoshi Aoyagi aus Niigata, der zusätzlich eine leicht modifizierte Fassung in japanischer Sprache veröffentlichte.

Meine letzten direkten Berührungen mit Japan waren zwei Urlaubsreisen mit meiner Frau in den Jahren 2003 und 2005 und eine Vortragsreise nach Kobe im Jahr 2011. Am 31. August 2015 wurde mir durch den Ministerpräsidenten des Landes Schleswig-Holstein Torsten Albig das Bundesverdienstkreuz verliehen.



zuletzt aktualisiert am 15. Oktober 2017
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